AMS Missbrauch

Immer öfter werden Arbeitssuchende für die Bewerbung auf Websites verwiesen, wo sie neben den Adressdaten, der Telefonnummer und der E-Mailadresse, auch die sensibelsten Daten die ein Menschen haben kann, mit dem Lebenslauf samt Foto, Ausbildung uvm. preisgeben müssen.

AMS Kunden haben keine Alternative und müssen die Daten hochladen um den Vorgaben gerecht zu werden und keine existenzgefährdenden Maßnahmen, wie die Streichung des Leistungsbezugs, auszulösen.

Die DSGVO regelt zwar den Umgang mit den Daten, aber die Kontrolle ob die Daten tatsächlich nach dem Bewerbungsvorgang gelöscht werden, lässt sich naturgemäß nicht überprüfen. Das gilt auch für das Recht auf Löschung, die man proaktiv einfordern muss, weil man der Nutzung der Daten beim Schließen des lästigen Pop ups, zugestimmt hat. Wir dürfen davon ausgehen, dass diese Aufforderung zur Löschung so gut wie nie erfolgt und die Daten nicht nur auf Servern der EU sondern auch in Drittstaaten liegen. Damit wird die DSGVO ausgehebelt. Das lohnt sich auch, denn Daten sind die harte Währung im Informationszeitalter. Das ist die Erklärung für E-Mails wie dieses:

„Vielen Dank für Ihr Vertrauen und Ihr Interesse an einer Mitarbeit in unserem Unternehmen. Wir möchten Sie darüber informieren, dass Ihre Zustimmung zur Datenverarbeitung in Kürze abläuft. Der Schutz Ihrer persönlichen Daten hat für uns Priorität. Aus diesem Grund wird Ihr Profil innerhalb von 3 Monaten nach Erhalt dieser Nachricht aus unseren Systemen gelöscht. Wenn Ihr Profil weiterhin bestehen bleiben soll, aktualisieren Sie bitte Ihre Daten unter folgendem Link oder bewerben Sie sich auf eine offene Position: https://career5.successfactors.eu/career?

Welches Unternehmen?
Mails wie dieses wollen dazu verleiten den Link anzuklicken. Hier müssen die Alarmglocken schrillen und eigentlich sollten seriöse Unternehmen ganz darauf verzichten. Interessant ist weiters, dass die Top Domain (.eu) verwendet wird, während der bekannte Konzern Erste Group, die international gängige Top Domain .com verwendet


Your Recruiting Team
 <system@successfactors.eu>
Antwort an:Your Recruiting Team <noreply.recruiting@erstegroup.com>

Bei der Eigabe von successfactors.eu im Browser, zeigt sich schnell, dass sich dahinter der SAP Konzern verbirgt. Die Grundeinstellung der Sprache ist Englisch, was durchaus üblich ist. Selten wird das mit der Flagge der USA symbolisiert. (Screenshot unten) Ist das möglicherweise ein Hinweis darauf, dass die Daten ausserhalb der EU gesammelt werden? Damit nicht genug, ist die Antwortadresse mit der Absender Adresse nicht ident, aber aufschlussreich.

Welche Dienste SAP anbietet, ist mit den Screenshots unten, ausreichend erklärt. Um aber solche Dienste anbieten zu können, ist eine gut gefüllte Datenbank zwingend erforderlich. Damit wird dann aber richtig viel Geld gemacht und der Rohstoff sind Menschen ohne Job. Das AMS hilft gerne, aber wem?

Autor: Wolfgang Weber

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